Häufige Fragen zum Proof drucken
Alles Wichtige zu Bestellung, Versand, Farbverbindlichkeit und Datenaufbereitung.
Grundlegendes
Unter einem Proof versteht man die farbverbindliche Simulation von Druckdaten, die anschließend in Druckverfahren wie dem Digitaldruck, Offsetdruck, Rollenoffsetdruck, Tiefdruck, etc. gefertigt werden.
Durch einen verifizierten Contract Proof entstehen Ihnen vor allem zwei Vorteile: Farbverbindliche Sicherheit und rechtlichen Schutz. Sie gehen also auf Nummer sicher, für sich selbst, Ihre Arbeit, wie auch für Ihre Kunden. Arbeitet Ihre Druckerei nach dem PSO (ProzessStandard Offsetdruck), arbeitet diese Druckerei genau nach aktuell gültigen Proofvorgaben. Der Proof und das gedruckte Ergebnis sind also innerhalb der Toleranzen gleich. Arbeitet Ihre Druckerei nicht nach PSO, ist unsere Empfehlung den Proof an Ihre Druckerei zu senden, damit diese das Druckergebnis auf den Proof abstimmt.
Unter dem Namen „ProzessStandard Offsetdruck“ versteht man eine standardisierte Verfahrensweise zur Herstellung von Druckerzeugnissen. Ein wichtiger Aspekt von PSO ist die Reproduzierbarkeit von Druckerzeugnissen auf unterschiedlichen Materialien und Maschinen in unterschiedlichen Betrieben. So gibt es Toleranzen, die eingehalten werden müssen. Das heißt: Die Druckqualität ist messbar, nachweisbar und in entscheidenden Fällen auch beweisbar. Hirsch Printmedien verwendet zum Beispiel einen eigenen Hausstandard, der noch weniger Toleranzen während des Druckens zulässt, um somit dem Kunden ein gleichbleibend gutes Produkt zu sichern.
Ja. Ein Proof für den Digitaldruck ist sinnvoll, wenn Farbe vor der Produktion verbindlich beurteilt werden soll. Entscheidend ist die Zielbedingung: Profilvorgabe der Druckerei, Standard-CMYK-Profil oder Papierklasse. Der Proof simuliert nicht pauschal jede Digitaldruckmaschine, sondern definiert eine klare Farbreferenz für die Freigabe. Mehr dazu im Fachwissen-Beitrag Proof für den Digitaldruck.
Ja, Verpackungsdaten sind ein besonders starker Anwendungsfall für Proofs. Farbe, Bildwirkung, Stanzkonturen, kleine Texte und viele Sonderfarben können vor der Produktion geprüft werden. Unsere Proofsysteme können Pantone- und HKS-Farben sehr gut simulieren. Materialmuster für Glanz, Lack, Prägung, Folie, Weißdruck oder Metallic-Effekte ersetzt der Proof nicht vollständig. Mehr dazu im Fachwissen-Beitrag Proof für Verpackungsdruck.
Das Proofprofil richtet sich vor allem nach Papier, Substrat und Vorgabe der Druckerei. Für klassische Drucksachen sind ISO Coated v2, PSO Coated v3, PSO Uncoated und PSO Uncoated v3 häufige Zielprofile. Bei Digitaldruck, Verpackungsdruck, Flexo oder Tiefdruck ist eine konkrete Profilvorgabe der Druckerei besonders hilfreich. Mehr dazu im Fachwissen-Beitrag Druckverfahren und Proofprofile; welches Profil in Ihrem Fall passt, klärt Welches Proofprofil brauche ich?.
Nach abgeschlossener Bestellung blenden wir auf der Bestätigungsseite das Opt-in für Google Kundenrezensionen ein. Stimmen Sie dort zu, schickt Ihnen Google einige Zeit nach der voraussichtlichen Lieferung eine kurze Umfrage per E-Mail — Sie bewerten also erst, wenn Sie die Proofs in der Hand hatten.
Die Teilnahme ist freiwillig, und ohne Ihre Zustimmung wird nichts übermittelt. Wenn Sie uns direkt Rückmeldung geben möchten, freuen wir uns über eine Nachricht an service@proof-drucken.de.
Bestellung
Die Bestellung läuft in vier Schritten: 1. Angebot erstellen (Papierprofil, Format, Auflage, Extras und Versandart — die Summe wird live berechnet), 2. Daten-Upload Ihrer druckfertigen PDF, 3. Adresse und Zahlungsart, 4. Zusammenfassung und Absenden.
Ein Kundenkonto ist dafür nicht nötig — Sie können jederzeit als Gast bestellen. Wenn Sie möchten, legen Sie im Bestellprozess direkt ein Kundenkonto an oder melden sich an: Dann sind Rechnungs- und Lieferadressen gespeichert und Sie sehen Ihre Bestellungen im Konto.
Es lassen sich auch bequem in einer Bestellung mehrere Proofgrößen kombiniert mit unterschiedlichen Papierprofilen bestellen. Jede Kombination aus Papierprofil und Format ist eine eigene Position, und im Schritt „Daten-Upload“ erhält jede Position ein eigenes Uploadfeld. Dies gewährleistet, dass Ihre Datei mit dem richtigen Farbprofil geprooft wird.
Hirsch Printmedien versendet Waren grundsätzlich nicht in werbenden Kartons. Somit kann die Bestellung direkt an den Endkunden versandt werden. Der Rechnungsversand geht weiterhin an die entsprechende Rechnungsadresse.
Jeder Proofdrucker hat immer eine feste Rollenbreite. Auf diese Rollenbreite gehen je nach bestelltem Format mehrere Nutzen nebeneinander. Wenn bei einer Rollenbreite von z. B. 45 cm 3 DIN A5 Seiten nebeneinander stehen, so werden 3 DIN A5 Seiten auf einmal vermessen. Für Sie werden die DIN A5 Proofs dann manuell wieder getrennt. Das heißt: Alle Seiten werden natürlich geprüft und automatisch vermessen. Das Prüflabel wiederum ist bei unserer Anordnung auf folgende Seiten enthalten:
- DIN A5: Alle 12 Seiten mind. 1 Prüflabel
- DIN A4: Alle 6 Seiten mind. 1 Prüflabel
- DIN A3: Alle 2 Seiten mind. 1 Prüflabel
- DIN A2: Jede Seite ein Prüflabel
Sollten Sie z.B. nur 2 DIN A5 Seiten proofen lassen, erhalten Sie natürlich ebenfalls ein Prooflabel dazu. Auf Wunsch erhalten Sie auch ein ausführliches 3-seitiges Messprotokoll zu Ihren Proofs.
Sie haben die Möglichkeit ein ausführliches Messprotokoll für Ihre Proofs zu bestellen. Hierbei handelt es sich um eine sehr detaillierte Auswertung Ihrer gedruckten Proofs. Im Vergleich zum Prüflabel sind beim Messprotokoll nicht nur die Toleranzen der Farbwerte zusammengefasst, sondern komplett detailliert aufgelistet. Sie sehen für jedes der 72 Farb- und Druckmediumfelder die komplette LAB-Auswertung. Das hat den Vorteil für Sie genau nachvollziehen zu können, in welchem Bereich die kleinste, oder größte ΔE („Delta E“) Abweichung liegt.
Info: Nach ISO 12647-7:2016 wird die aktuelle Formel ΔE00 (CIEDE2000) verwendet. Für einen validierten Proof darf die maximale ΔE00 Abweichung bei einem Messfeld nicht höher als 5,0 liegen. Die durchschnittliche ΔE00 Abweichung (für alle Messfelder also) darf nicht höher als 2,5 sein. In den meisten Fällen haben die Proofs von Hirsch Printmedien Abweichungen von ΔE00 1,3 und ΔE00 2,5, also innerhalb der Norm-Toleranz und damit sehr genau.

Das Metamerie-Etikett ist ein selbstklebender Ugra Light Indicator Strip D50 im Format 75 x 15 mm. Die beiden grünen Druckfarben bilden ein metameres Farbenpaar: Unter der Normlichtart D50 erscheinen die Farbfelder identisch, unter anderer Beleuchtung erscheinen sie unterschiedlich.
So erkennen Sie bei der Farbabmusterung schnell, ob das Umgebungslicht für eine kritische Proof-Beurteilung geeignet ist oder ob nicht-konforme Lichtbedingungen die Farbwahrnehmung verfälschen. Was D50 genau bedeutet, steht im Fachwissen-Beitrag Normlicht.
Bestellen Sie ein Metamerie-Etikett mit, wenn ein Proof beim Kunden, im Studio, in der Druckvorstufe oder als Rückstellmuster visuell beurteilt wird. Das Etikett wird direkt auf den farbverbindlichen Digitalproof oder Druckbogen geklebt und bleibt dadurch bei der Farbreferenz.
Im Shop bestellen Sie das Metamerie-Etikett einzeln oder im 3er-Set passend zu Ihrem Proof-Auftrag. Das ist sinnvoll, wenn Sie nicht gleich eine Herstellerpackung mit 50 Etiketten benötigen, aber die D50-Konformität des Betrachtungslichts prüfen möchten. Warum die Beurteilung überhaupt unter Normlicht stattfinden muss, steht im Fachwissen.
Solange die Aktion läuft, legen wir angemeldeten Kunden eine Metamerie-Karte gratis bei — einmal je Bestellung und solange der Vorrat reicht. Sie müssen dafür nichts anhaken: Sind Sie in Ihrem Kundenkonto angemeldet, steht die Karte im Konfigurator und in der Zusammenfassung als Position mit 0,00 €.
Als Gast bestellen Sie ohne die Gratis-Karte. Ein Kundenkonto ist schnell angelegt und gilt schon für die laufende Bestellung.
Unabhängig von der Aktion können Sie weitere Karten dazukaufen: einzeln 4,50 €, im 3er-Set 11,90 € (inkl. MwSt.).
Der Preis gilt je geproofter Seite und richtet sich nach dem Format:
- DIN A5 (max. 148 × 210 mm): 7,90 € je Seite
- DIN A4 (max. 210 × 297 mm): 8,90 € je Seite
- DIN A3 (max. 297 × 420 mm): 16,90 € je Seite
- DIN A2 (max. 420 × 594 mm): 25,90 € je Seite
Dazu kommt der Versand:
- Standardversand: 6,90 € — maximal 3 Werktage
- Overnight Express 18:00 Uhr: 19,00 € — bei Datenanlieferung bis 12 Uhr am Vortag
- Overnight Express 12:00 Uhr: 25,00 € — bei Datenanlieferung bis 12 Uhr am Vortag
- Selbstabholung: 0,00 € — am nächsten Werktag ab 13 Uhr
- Standardversand EU-Ausland: 11,90 € — maximal 3 Werktage
Alle genannten Preise inkl. MwSt.: Geschäftskunden sehen im Shop Nettopreise, Privatkunden Bruttopreise — umschalten können Sie oben im Seitenkopf. Optionen wie das ausführliche Messprotokoll (4,00 € je Proof) oder das Metamerie-Etikett (3,50 €, 3er-Set 9,90 €) buchen Sie im Konfigurator dazu. Die vollständige Übersicht steht auf der Seite Preise, was am Ende zu zahlen ist, sehen Sie vor dem Absenden in der Zusammenfassung.
Im Bestellprozess stehen Ihnen zur Wahl:
- Apple Pay und Google Pay
- PayPal
- Kreditkarte
- Banküberweisung
- Klarna Rechnung — für Privatkunden
- Billie Rechnungskauf — für Geschäftskunden
Zwei Dinge sind zu beachten. Beim Overnight Express steht die Banküberweisung nicht zur Wahl: Wir produzieren sofort, und der Zahlungseingang per Überweisung kommt dafür zu spät. Und der Rechnungskauf ist an eine Bonitätsprüfung gebunden — Klarna fragt dafür Ihr Geburtsdatum ab, Billie die USt-IdNr. Ihres Unternehmens.
Welche Verfahren im Einzelfall erscheinen, hängt am gewählten Kundentyp und an der Versandart; die tatsächliche Auswahl sehen Sie im Schritt „Adresse und Zahlung“.
Ein Kundenkonto ist nicht nötig — Sie können jede Bestellung als Gast aufgeben.
Den Status verfolgen Sie unabhängig davon: Zu jeder Bestellung gehört ein persönlicher Link auf eine eigene Statusseite, den Sie mit der Bestellbestätigung per E-Mail bekommen. Dort sehen Sie, wo Ihr Auftrag gerade steht, und nach dem Versand auch die Sendungsverfolgung.
Mit einem Kundenkonto kommt beides dazu: eine Übersicht aller bisherigen Bestellungen samt Rechnungen und die Möglichkeit, mehrere Lieferadressen zu hinterlegen — praktisch, wenn Proofs regelmäßig direkt an Druckereien oder Endkunden gehen. Angemeldet erhalten Sie außerdem die Metamerie-Karte gratis zur Bestellung.
Das hängt am eingestellten Kundentyp. Geschäftskunden sehen Nettopreise zuzüglich Mehrwertsteuer, Privatkunden Bruttopreise inklusive Mehrwertsteuer. Umschalten können Sie jederzeit oben im Seitenkopf; die Einstellung gilt für alle Preise auf der Website. Aktuell sind die Preise auf dieser Seite inkl. MwSt. angegeben.
Die Umschaltung ist reine Darstellung — an der Bestellung ändert sich dadurch nichts. In der Zusammenfassung und auf der Rechnung stehen Nettobetrag, Mehrwertsteuer und Bruttobetrag ohnehin getrennt.
Wir rabattieren nach Auftragswert, nicht nach Stückzahl. Der Rabatt wird automatisch abgezogen und gilt für die gesamte Bestellung — es ist also gleich, ob der Auftragswert aus vielen kleinen Proofs oder wenigen großen zusammenkommt.
- ab 100,00 € Auftragswert: 5 %
- ab 250,00 € Auftragswert: 10 %
- ab 350,00 € Auftragswert: 15 %
- ab 450,00 € Auftragswert: 20 %
- ab 600,00 € Auftragswert: 25 %
- ab 700,00 € Auftragswert: 30 %
- ab 850,00 € Auftragswert: 35 %
Die Staffel greift auf den Warenwert Ihrer Proofs, den Versand rechnen wir gesondert ab. Sie sehen den Abzug live im Konfigurator und noch einmal in der Zusammenfassung; die Übersicht steht auch auf der Seite Preise.
Beide enthalten denselben Ugra Light Indicator Strip D50 und beantworten dieselbe Frage: Ist mein Betrachtungslicht für eine Farbbeurteilung geeignet? Der Unterschied liegt in der Anwendung.
- Metamerie-Karte: im Visitenkartenformat, für den Arbeitsplatz. Sie bleibt am Normlichtplatz, im Musterkoffer oder in der Schreibtischschublade und lässt sich immer wieder heranziehen.
- Metamerie-Etikett: selbstklebend, für den Proof selbst. Es wird direkt auf den Digitalproof oder Druckbogen geklebt und bleibt dadurch dauerhaft bei der Farbreferenz — auch dann noch, wenn der Proof beim Kunden oder im Archiv liegt.
Preislich: Karte einzeln 4,50 €, im 3er-Set 11,90 €; Etikett einzeln 3,50 €, im 3er-Set 9,90 € (inkl. MwSt.). Warum es überhaupt Normlicht braucht, steht im Fachwissen.
Versand
Wir rechnen einen Werktag immer ab 12 Uhr. Senden Sie uns Daten und Auftrag also montags bis 12 Uhr, zählt der Montag bereits mit und Ihre Ware ist spätestens am Mittwoch beim Empfänger. Noch am selben Tag geht die Sendung nur mit dem Expressversand raus. Für Versandlaufzeiten können wir hier jedoch keine Garantie geben.
Mit dem Overnight Express bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Proofs bereits am nächsten Werktag (Mo - Fr) zu erhalten. Zur Wahl stehen die Zustellung bis 18:00 Uhr und die Zustellung bis 12:00 Uhr. Auch hier rechnen wir ab 12 Uhr: Um Ihre Proofs sicher am darauffolgenden Werktag zu erhalten, benötigen wir Ihre Daten und die Bestellung bis 12 Uhr am Vortag. Die aktuellen Preise beider Express-Varianten sehen Sie auf der Seite Preise und direkt im Bestellprozess.
Die gedruckten Proofs werden immer in quadratischen Kartonhülsen verpackt. Egal, ob Sie einen DIN A5 Proof bestellen, oder 15 DIN A2 Proofs. Somit können die Proofs nicht geknickt oder anderweitig beschädigt werden. Zusätzlich dazu werden alle Proofs in verschlossene Schutzhüllen gelegt und dadurch vor Feuchtigkeit geschützt. Bei allen Versandarten erhalten Sie automatisch eine Versandbestätigung mit Tracking-Code, sobald Ihre Proofs das Haus verlassen. Nur bei Selbstabholung entfällt das Tracking — Ihre Proofs liegen dann am nächsten Werktag ab 13 Uhr bei uns bereit.
Ja. Neben dem deutschen Versand beliefern wir Österreich und die übrigen EU-Länder ohne Zollabwicklung (AT, NL, BE, LU, FR, PL, DK, CZ) zum einheitlichen Preis von 11,90 €. Für die Laufzeit gilt dieselbe Angabe wie im Inland: maximal 3 Werktage; eine Garantie für Zustellzeiten geben wir nicht.
Alternativ holen Sie Ihre Proofs selbst bei uns ab: Die Selbstabholung kostet 0,00 €, Ihre Proofs liegen am nächsten Werktag ab 13 Uhr bereit. Die Adresse finden Sie im Impressum.
Der Overnight Express ist eine Inlandsleistung und steht für Sendungen ins Ausland nicht zur Verfügung. Die aktuellen Versandpreise stehen auf der Seite Preise und im Bestellprozess.
Farben
Alle Proofs werden nach den derzeit aktuellen ISO-Normen erstellt und mit dem Ugra/Fogra-Medienkeil V3.0 kontrolliert. Alle Proofs werden direkt inline im Proofgerät automatisch vermessen und verifiziert. Somit sind die von Hirsch Printmedien gelieferten Proofs farb- und rechtsverbindlich und können nicht (wie bei aufgeklebten Prüflabels) manipuliert werden.
Sonderfarben setzen sich nicht wie üblich aus vier Farben zusammen, sondern werden aus einer vorgemischten Farbe gedruckt. Durch unser modernes 11-Farb-Proofsystem können Sonderfarben sehr gut simuliert werden. In der Vergangenheit gab es oft die Aussage „Sonderfarben kann man nicht proofen“. Das ist soweit richtig, wir sagen aber: Sonderfarben kann man simulieren, und das mit modernen Systemen sogar ziemlich genau. Genauer gesagt: Nahezu alle Sonderfarben lassen sich zuverlässig proofen. Welche das nicht sind, erfahren Sie in der folgenden Antwort — Hintergrund und Grenzen erklärt der Fachwissen-Beitrag Sonderfarben.
Hier sehen Sie ein Vergleichsbild von geprooften Sonderfarben und dem entsprechenden Farbfächer:

Vergleich zwischen 24 original Pantone® C Farben und den geprooften Farben von Hirsch Printmedien
Farbenhersteller wie Pantone wechseln regelmäßig Ihre aktuellen Farben. Manchmal verändern sich Farben und Farbwerte, manchmal kommen ganze Kollektionen hinzu. Je nachdem, welches Programm zur Erstellen der Druckdaten genutzt wird, sind die Farbbibliotheken nicht auf dem gleichen Stand, daher haben wir sehr viele Bibliotheken für Sie hinterlegt:
HKS
- HKS K (gestrichenes Papier)
- HKS N (ungestrichenes Papier)
PANTONE®
- PANTONE® Solid coated (gestrichenes Papier)
- PANTONE® Solid matte (gestrichenes Papier, matt)
- PANTONE® Solid uncoated (ungestrichenes Papier)
- PANTONE® GOE coated (gestrichenes Papier)
- PANTONE® GOE uncoated (ungestrichenes Papier)
- PANTONE® GOE Bridge coated (gestrichenes Papier)
- PANTONE® Metallic coated (gestrichenes Papier)
- PANTONE® Pastel coated (gestrichenes Papier)
- PANTONE® Pastel uncoated (ungestrichenes Papier)
- PANTONE® Pastels & Neons coated (gestrichenes Papier)
- PANTONE® Pastels & Neons uncoated (ungestrichenes Papier)
- PANTONE® Plus coated (gestrichenes Papier)
- PANTONE® Plus uncoated (ungestrichenes Papier)
- PANTONE® Plus coated 336 New (gestrichenes Papier)
- PANTONE® Plus uncoated 336 New (ungestrichenes Papier)
- PANTONE® Premium Metallics coated (gestrichenes Papier)
DIC
- DIC Colorguide 19th edition®
- DIC Colorguide®
Damit Sonderfarben von der Proofsoftware auch entsprechend erkannt und korrekt simuliert werden, müssen diese korrekt angelegt sein. Eine Sonderfarbe hat immer eine Papierzuweisung, z.B.:
- HKS 8 K: Hier steht das K für gestrichenes Papier
- HKS 8 N: Hier steht das N für ungestrichenes Papier
- HKS 8: Hier fehlt die Papierzuweisung, die Software weiß nicht, welche Farbe simuliert werden soll
Ganz falsche Bezeichnungen wären z.B. „leuchtrot“, „Sparkassen-rot“ oder sonstige selbst vergebene Bezeichnungen. Wie Sonderfarben aufgebaut sind und warum die Papierzuweisung zählt, steht im Fachwissen-Beitrag Sonderfarben.
Zu den Sonderfarben, die nur annähernd oder schwer geprooft werden können, zählen unter Anderem:
- PANTONE® 801 (C/U) - PANTONE® 814 (C/U)
- PANTONE® 871 (C/U) - PANTONE® 877 (C/U)
- PANTONE® 8003 C/U
- PANTONE® 8021 C/U
- PANTONE® 8062 C/U
- PANTONE® 8100 C/U
- PANTONE® 8201 C/U
- PANTONE® 8281 C/U
- PANTONE® 8321 C/U
Generell lässt sich sagen, jede Farbe die extrem stark leuchtet, oder reflektiert (Silber, Gold, Bronze, ...) ist nur annähernd darstellbar, da diese nicht aus 11 Farben generiert werden kann. Bei Metallic-Farben fehlen z.B. die entsprechenden Partikel.
Bei Programmen der Adobe Suite sind die Farbbibliotheken korrekt hinterlegt und werden auch in Ihrer Schreibweise richtig ausgegeben und in der Software erkannt. Wichtig ist, das PDF dann auch entsprechend mit Sonderfarben auszugeben und nicht in CMYK zu wandeln. Warum leuchtende und metallische Töne an die Grenzen des Proof-Farbraums stoßen, erklärt der Fachwissen-Beitrag Sonderfarben.
Daten
Die folgenden Antworten sind Empfehlungen aus unserer langjährigen Erfahrung. Bei einem sicheren Umgang mit Farbmanagement sind diese Empfehlungen evtl. hinfällig.
Um eine korrekte Proof- und letztlich auch Druckausgabe zu erhalten, sollten Ihre Daten korrekt in ein PDF geschrieben werden. Wir arbeiten selbst mit den Programmen der Adobe Suite und stellen Ihnen hierfür gerne z.B. für Adobe InDesign die Druckausgabeeinstellungen bereit. Mehr dazu in unseren Dateianforderungen.
Wir verarbeiten lediglich PDF-Daten. Das hat besonders einen bestimmten Grund: Es lassen sich natürlich auch andere Dateien proofen, jedoch wird für den späteren Druck immer eine PDF-Datei benötigt. Daher empfehlen wir Ihnen schon vorab Fehlerquellen auszuschließen und nach den gleichen Schemen vorzugehen.
Beispiel: Sollten Sie einzelne Bilder proofen möchten, so laden Sie diese in Ihr Layoutprogramm ein und schreiben davon eine PDF-Datei mit den gleichen Vorgaben, die Sie anschließend für die Produktion Ihres Druckobjekts verwenden. So vermeiden Sie unterschiedliche Farben und sind auf der sicheren Seite, dass die gleichen Profile und Ausgabewerte beim Proof, wie auch beim anschließenden Druck verwendet wurden.
Ihre RGB-Daten werden grundsätzlich vor dem Proof in CMYK-Daten gewandelt. Dies geschieht automatisch nach bestimmten Vorgaben. Wir empfehlen Ihnen jedoch ausdrücklich CMYK Daten + mit evtl. Sonderfarben auszugeben.
Der Weg von RGB-Daten zu CMYK-Daten aus einem PDF kann auf vielen unterschiedlichen Wegen erfolgen. Jeder Weg ist entsprechend unterschiedlich und so kann es vorkommen, dass die Umwandlung unserer Software, sich von der Umwandlung der Software einer anderen Druckerei unterscheidet. So können Farbunterschiede entstehen, die nicht gewollt sind. Gehen Sie also dieser Fehlerquelle aus dem Weg und liefern Sie fertige PDF-Daten als CMYK + Sonderfarben (wenn vorhanden).
Beim Upload sehen Sie außerdem, welche Farbräume in Ihrer Datei stecken — siehe Werden RGB-Daten und Sonderfarben beim Upload erkannt?
Datencheck & Upload
Beim Upload messen wir jede Seite Ihrer PDF und vergleichen das größte vorkommende Seitenmaß mit dem gewählten Proof-Format. Verglichen wird kurze Kante gegen kurze und lange gegen lange — die Orientierung spielt also keine Rolle, eine A4-Datei im Querformat passt auf ein A4-Proof. Als Toleranz lassen wir 1 mm je Kante zu; sie fängt die Rundung auf ganze Millimeter auf.
- Die Datei passt: Es bleibt bei Ihrer Konfiguration, Sie sehen keinen Hinweis.
- Die Datei passt in ein größeres Format: Wir stellen Ihre Konfiguration automatisch auf das kleinste passende Format um. Die Änderung wird angezeigt, und Format, Seitenpreis und Summe wechseln sichtbar mit. Stellen Sie von Hand auf Ihr ursprüngliches Format zurück, schalten wir nicht erneut hoch — Sie sehen dann nur noch einen Hinweis und können trotzdem bestellen.
- Die Datei ist größer als DIN A2: Das ist unser größtes Proof-Format (max. 420 × 594 mm). Größere Daten können wir nicht als Proof ausgeben. Bitte skalieren Sie die Datei oder sprechen Sie uns an.
Maßgeblich ist das Datenformat inklusive Beschnitt, nicht das Endformat — geproofed wird, was in der Datei steht. Bei mehrseitigen PDFs zählt die größte Seite, damit alle Seiten auf das Proof passen. Mehr zum Datenaufbau in den Dateianforderungen und im Beitrag Anschnitt und Beschnitt.
Ja. Direkt nach dem Upload analysieren wir Ihre PDF und melden Ihnen zurück, welche Farbräume darin vorkommen (CMYK, RGB, Graustufen) und welche Sonderfarben als Separation angelegt sind. Enthält die Datei RGB-Anteile, weisen wir Sie darauf hin — bestellen können Sie trotzdem, die Wandlung nach CMYK übernimmt unser Workflow.
Der Hinweis ist bewusst eine Information und keine Sperre: Manchmal ist ein RGB-Bild gewollt, manchmal ist es ein Versehen. Warum wir CMYK-Daten mit Sonderfarben empfehlen, steht in der Antwort Können auch RGB-Daten verwendet werden? und im Fachwissen-Beitrag CMYK vs. RGB.
Bei den erkannten Sonderfarben lohnt ein prüfender Blick auf die Schreibweise: Nur korrekt benannte Farben wie „HKS 8 K“ oder „PANTONE 300 C“ kann die Proofsoftware zuordnen — siehe Wie müssen Sonderfarben angelegt sein?
Bis 2 GB je Datei. Der Upload läuft in Teilstücken (Chunked Upload): Bricht die Verbindung ab, geht der Fortschritt nicht verloren, und die Übertragung nimmt an der abgerissenen Stelle wieder auf. Auch große Verpackungs- oder Plakatdaten mit hochaufgelösten Bildern kommen so durch.
Sie sehen den Fortschritt während der Übertragung. Erst wenn eine Datei vollständig angekommen ist, wird sie geprüft und der Position zugeordnet.
Ihre hochgeladenen Druckdaten bleiben 30 Tage gespeichert und werden danach automatisch gelöscht. Diese Frist deckt Rückfragen, Nachbestellungen und Reklamationen ab; darüber hinaus brauchen wir Ihre Daten nicht.
Die Löschung läuft automatisch und muss nicht angefordert werden. Wenn Sie eine Datei schon vorher entfernt haben möchten, genügt eine kurze Nachricht an service@proof-drucken.de. Wie wir mit Ihren Daten insgesamt umgehen, steht in unserer Datenschutzerklärung.