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Fachwissen

Dateianforderungen für Proofs

Welches Dateiformat, welche Auflösung und welches Farbprofil braucht ein Proof? Checkliste für saubere Proof-Dateien.

Von Hirsch Printmedien

Druckdaten am Monitor vorbereiten – das richtige Dateiformat und Farbprofil sind entscheidend für den Proof.
Druckdaten am Monitor vorbereiten – das richtige Dateiformat und Farbprofil sind entscheidend für den Proof.

Damit Ihr Proof aussagekräftig ist, muss die Druckdatei bestimmte Anforderungen erfüllen. Fehler in der Datei werden auf dem Proof 1:1 sichtbar — das ist einerseits der Sinn des Proofs, andererseits können vermeidbare Fehler Zeit und Geld kosten.

Dateiformat

Das bevorzugte Format für Proofs ist PDF/X (z. B. PDF/X-1a oder PDF/X-4). Diese PDF-Varianten sind speziell für die Druckvorstufe optimiert und stellen sicher, dass alle Schriften eingebettet, Transparenzen korrekt verarbeitet und Farbprofile enthalten sind.

Auflösung

  • Bilder und Fotos: Mindestens 300 dpi im Endformat
  • Strichzeichnungen: Mindestens 1.200 dpi
  • Zu niedrige Auflösung: Wird auf dem Proof als Unschärfe oder Pixelbildung sichtbar

Farbprofil

Legen Sie Ihre Datei in CMYK an und betten Sie das passende ICC-Profil ein. Für gestrichenes Papier ist ISOCoatedV2 der Standard, für ungestrichenes Papier PSO Uncoated. Vermeiden Sie RGB-Bilder in der Druckdatei — sie müssen sonst konvertiert werden, was zu Farbverschiebungen führen kann.

Checkliste für perfekte Proof-Dateien

  • Format: PDF/X-1a oder PDF/X-4
  • Farbraum: CMYK mit eingebettetem ICC-Profil
  • Auflösung: Mindestens 300 dpi
  • Anschnitt: 3 mm umlaufend angelegt
  • Schriften: Vollständig eingebettet (keine Untergruppen-Probleme)
  • Transparenzen: Reduziert (bei PDF/X-1a) oder nativ (bei PDF/X-4)
  • Überdrucken: Korrekt eingestellt und in der Vorschau geprüft
  • Sonderfarben: In CMYK konvertiert, falls kein Sonderfarbendruck geplant