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Fachwissen

Dateianforderungen für Proofs

PDF/X, CMYK, Output Intent, 300 ppi, 3 mm Anschnitt, Sonderfarben: Checkliste für Druckdaten, die Sie proofen lassen.

Von Hirsch Printmedien

Monitor mit buntem Verlauf in blau-violett beleuchteter Umgebung
Mit sauber vorbereiteten Druckdaten schaffen Sie die Grundlage für einen aussagekräftigen Proof.

Kurzantwort: Für einen Proof bei proof-drucken.de laden Sie ein PDF hoch, am besten als PDF/X-4 oder PDF/X-1a in CMYK, mit dem Profil der Druckbedingung als Output Intent, Bildern mit rund 300 ppi im Endformat und bei randabfallenden Elementen 3 mm Anschnitt umlaufend. Sonderfarben bleiben als Separation mit korrektem Namen erhalten, wenn sie auch im Auflagendruck als eigene Farbe gedruckt werden. Eine Datei darf bis zu 2 GB groß sein; das größte Proofformat ist DIN A2 (420 × 594 mm). Stand: 6. Oktober 2026.

Ein Proof zeigt Ihre Datei so, wie sie in der gewählten Druckbedingung gedruckt würde. Fehler in der Datei werden dabei sichtbar – das ist sein Zweck. Vermeidbare Fehler kosten trotzdem Zeit. Die folgende Checkliste fasst zusammen, worauf es ankommt.

Checkliste für Proof-Dateien

PunktEmpfehlungHinweis
DateiformatPDF, bevorzugt PDF/X-4 oder PDF/X-1aWir verarbeiten nur PDF-Dateien; stimmen Sie dieselbe Dateiversion mit Ihrer Druckerei ab
FarbraumCMYK, gegebenenfalls plus SonderfarbenRGB-Anteile werden erkannt und vor dem Proof automatisch gewandelt
Output IntentProfil der Druckbedingung, z. B. PSO Coated v3Wählen Sie beim Bestellen dieselbe Druckbedingung
Bildauflösungrund 300 ppi im EndformatFaustregel: 2 Pixel je Rasterweite, z. B. 120 Pixel/cm bei 60er Raster
Anschnitt3 mm umlaufend, als Bleed Box im PDFsiehe Anschnitt und Beschnitt
EndformatTrim Box korrekt gesetztWir wählen das Proofformat nach der Trim Box, ersatzweise nach der Media Box
Schriftenvollständig eingebettetbei PDF/X Pflicht
Gesamtfarbauftraginnerhalb der Druckbedingung, im Bogenoffset meist höchstens 300 %siehe Gesamtfarbauftrag
Dateigrößebis 2 GB je DateiUpload in Teilstücken, Abbrüche werden fortgesetzt

Dateiformat: warum PDF/X

PDF/X ist eine Familie von ISO-Normen (ISO 15930) für den Austausch von Druckdaten. Sie verlangt unter anderem eingebettete Schriften, definierte Seitenrahmen und die Angabe der beabsichtigten Druckbedingung als Output Intent. PDF/X-1a enthält nur CMYK- und Sonderfarbendaten ohne Transparenzen; PDF/X-4 erlaubt zusätzlich native Transparenzen sowie farbmanagte RGB- und Lab-Daten. Welche Variante die Druckerei bevorzugt, steht in ihren Datenanforderungen. Mehr dazu unter PDF/X-1a vs. PDF/X-4 und Output Intent in PDF/X.

Farbraum und Profil

Legen Sie Ihre Daten in CMYK mit dem Profil an, das zur späteren Druckbedingung gehört. Für gestrichenes Papier ist PSO Coated v3 (FOGRA51) der aktuelle Standard, für stark aufgehelltes ungestrichenes Papier PSO Uncoated v3 (FOGRA52). Auch ISO Coated v2 (FOGRA39) und PSO Uncoated (FOGRA47) stehen zur Wahl, wenn diese Referenzen vereinbart sind; stimmen Sie Papier, Aufhellung und Messbedingungen mit der Druckerei ab. Liefern Sie möglichst genau die CMYK-Datei, die auch die Druckerei erhält. Wenn RGB-Bilder erst später umgerechnet werden, kann eine andere Software ein anderes CMYK-Ergebnis erzeugen.

Sonderfarben

Ob eine Sonderfarbe im PDF bleibt oder in CMYK gewandelt wird, entscheidet der Auflagendruck:

  • Sonderfarbe wird als eigene Farbe gedruckt: im PDF als Separation erhalten. Nur dann kann der Proof sie aus der Farbbibliothek simulieren. Der Name muss exakt der Bibliothek entsprechen, etwa „HKS 8 K“ oder „PANTONE 300 C“.
  • Auftrag wird nur vierfarbig gedruckt: Sonderfarben vorher mit dem Profil der Druckbedingung in CMYK wandeln. Der Proof zeigt dann das CMYK-Ergebnis.

Details stehen im Beitrag Sonderfarben im Proof.

Was beim Upload geprüft wird

  • Format: Wir messen jede Seite und vergleichen das größte Seitenmaß mit dem gewählten Proofformat, mit 1 mm Toleranz je Kante. Passt die Datei nur in ein größeres Format, wird die Bestellung sichtbar auf das kleinste passende Format umgestellt.
  • Farbräume: Die Analyse meldet die erkannten Farbräume und Sonderfarben. Bei umfangreichen Dateien kann die Farbanalyse begrenzt sein oder entfallen; sie ersetzt keinen vollständigen Preflight.
  • Kein Ersatz für den Preflight: Texte, Bildauswahl, Überdrucken und Gesamtfarbauftrag kontrollieren Sie vor dem Export mit einem Preflight. Der Proof macht die Wirkung anschließend sichtbar.

Häufige Fragen zu Dateianforderungen

Welches Dateiformat brauche ich für einen Proof?

Ein PDF, bevorzugt PDF/X-4 oder PDF/X-1a. Andere Formate wie JPG oder TIFF verarbeiten wir nicht; platzieren Sie Einzelbilder in Ihrem Layoutprogramm und exportieren Sie ein PDF mit denselben Einstellungen wie für den Druck.

Welche Auflösung sollten Bilder haben?

Für Fotos rund 300 ppi im Endformat. Die Faustregel lautet zwei Bildpixel je Rasterweite; bei einem 60er Raster sind das 120 Pixel je Zentimeter.

Muss die Datei Anschnitt haben?

Wenn Elemente bis an den Rand reichen, ja: 3 mm umlaufend. Für die Wahl des Proofformats zählt das Endformat (Trim Box); eine DIN-A4-Seite mit 3 mm Anschnitt bleibt deshalb ein DIN-A4-Proof.

Was passiert mit RGB-Bildern?

Sie werden beim Upload erkannt und vor dem Proof automatisch in CMYK gewandelt. Für ein planbares Ergebnis empfehlen wir, selbst in das Profil der Druckbedingung umzurechnen.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Standardmäßig 30 Tage nach Abschluss oder Stornierung des Auftrags; danach greift die automatische Löschung.

Fachliche Quellen

Ist Ihre Datei vorbereitet, laden Sie sie direkt im Bestellprozess hoch und wählen die passende Druckbedingung.