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Proofprofile simulieren unterschiedliche Druckpapiere – entscheidend ist das Papier, auf dem später gedruckt wird.
Fachwissen

Welches Proofprofil brauche ich?

FOGRA39, FOGRA51, FOGRA47 oder FOGRA52? So wählen Sie das richtige Proofprofil für gestrichene und ungestrichene Druckpapiere.

Proofprofile simulieren unterschiedliche Druckpapiere – entscheidend ist das Papier, auf dem später gedruckt wird.
Von Hirsch Printmedien·

Wenn Ihre Druckerei ein bestimmtes Profil vorgibt, verwenden Sie genau dieses Profil. Wenn keine Vorgabe vorliegt, entscheidet vor allem das spätere Druckpapier: gestrichen oder ungestrichen, klassischer Standard oder moderner Standard mit optischen Aufhellern.

Kurzregel: Wenn die Druckerei kein Profil vorgibt, entscheiden Papier und Produktionsstandard. Für klassische Bilderdruckpapiere ist ISO Coated v2 / FOGRA39 weiterhin eine verbreitete Wahl. Für moderne gestrichene Papiere nach ISO 12647-2:2013 wird häufig PSO Coated v3 / FOGRA51 verwendet. Bei Natur- und Offsetpapieren passen PSO Uncoated ISO12647 / FOGRA47 oder PSO Uncoated v3 / FOGRA52 besser.

Die schnelle Orientierung

Druckpapier Passendes Proofprofil Typischer Einsatz
Gestrichenes Papier, matt oder glänzend ISO Coated v2 / FOGRA39 Klassische Flyer, Broschüren, Geschäftsdrucksachen auf Bilderdruckpapier
Gestrichenes Papier mit optischen Aufhellern PSO Coated v3 / FOGRA51 Moderne Bilderdruckpapiere, aktuelle Offsetdruck-Standards
Ungestrichenes weißes oder naturweißes Papier PSO Uncoated ISO12647 / FOGRA47 Briefbogen, Naturpapier, ungestrichene Umschläge und Karten
Ungestrichenes Papier mit optischen Aufhellern PSO Uncoated v3 / FOGRA52 Moderne ungestrichene Papiere, wenn die Druckerei den V3-Standard vorgibt
Wichtig beim Proofpapier: Bei den V3-Profilen wird nicht nur ein anderer Farbraum simuliert, sondern auch ein anderes Papierweiß. PSO Coated v3 / FOGRA51 und PSO Uncoated v3 / FOGRA52 sind auf moderne, optisch aufgehellte Druckpapiere ausgelegt. Gute Proofsysteme verwenden dafür passende Proofpapiere mit optischen Aufhellern, damit das hellere, bläulichere Papierweiß nicht nur rechnerisch, sondern auch visuell besser nachgebildet wird.

Warum ist das Profil so wichtig?

Ein Proof simuliert nicht einfach „schöne Farben“, sondern ein konkretes Druckverfahren auf einem konkreten Papiertyp. Das Profil legt fest, welche Farben im späteren Druck erreichbar sind, wie Papierweiß wirkt und wie kräftig Bilder, Grautöne und Flächen erscheinen.

Wählen Sie ein zu optimistisches Profil, kann der Proof zu brillant aussehen. Wählen Sie ein zu gedecktes Profil, wirkt das Ergebnis matter als nötig. Deshalb sollte das Proofprofil immer zum geplanten Druckpapier und zum tatsächlich verwendeten Proofpapier passen.

Wenn die Druckerei ein Profil vorgibt

Die Vorgabe der Druckerei hat Vorrang. Steht in den Druckdaten-Anforderungen zum Beispiel „PDF/X-4, PSO Coated v3“ oder „ISO Coated v2“, wählen Sie im Proof genau dieses Profil. Dann prüfen Sie nicht irgendeinen Standard, sondern die tatsächliche Zielbedingung der späteren Produktion.

Wenn keine Vorgabe vorliegt

Fragen Sie zuerst nach dem Papier. Wird auf gestrichenem Bilderdruckpapier gedruckt, starten Sie meist mit ISO Coated v2 oder PSO Coated v3. Wird auf ungestrichenem Papier gedruckt, sind PSO Uncoated ISO12647 oder PSO Uncoated v3 sinnvoller. PSO Coated v3 ist dabei nicht automatisch „besser“, sondern vor allem dann passend, wenn Druckerei, Messbedingung und Papierstandard auf den neueren V3-Workflow abgestimmt sind. Bei Unsicherheit ist ein kurzer Anruf bei der Druckerei besser als ein Proof mit falscher Simulation.

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